Spreewald 2015
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Herzlich Willkommen in unserem neuen Reisetagebuch! |
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| Vorbereitungen | Tag 1
11.09. |
Tag 2
12.09. |
Tag 3
13.09. |
Tag 4
14.09.. |
Tag 5
15.09. |
Wieder daheim |
| Tag 2: 12.09. |
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Am
Samstag fuhren wir "morgens" erst einmal zur Touristinformation, um zu sehen, wo
wir gelandet waren. Auf dem Marktplatz herrschte ein mörderischer Radau, denn
Künstler arbeiteten dort mit Sägen und Hämmern an ihren Werken aus Holz oder Metall. Dagmar war natürlich sehr interessiert, aber wir flohen trotzdem bald in Richtung Sankt-Nicolai-Kirche. Dort kam gerade ein Brautpaar mit Gefolge heraus.In der Kirche erklärte uns eine nette ehrenamtlich tätige Dame die Architektur des Bauwerks und die (jüngere) Geschichte der Herrschaft und der Grafen zu Lynar. |
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hockel-schockel, hockel-schockel Kopfsteinpflaster und Katzenköppe halten jung! Weiter ging es zum Großen Hafen, um dem Treiben der Touristen an den Ständen und Kähnen zuzusehen. |
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Der Apptit wurde zum Hunger, und so erstanden wir Schmalz- und Leberwurststullen, die wir beim Beobachten der Szenerie verzehrten. Wir mussten uns ja stärken für den wichtigsten Programmpunkt der ganzen Reise! |
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Auf Anhieb gefunden! |
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Wir
mussten noch ein paar Minuten warten, bis der Kahn nach der
vorigen Fahrt wieder schüssig gemacht worden war - war wohl
nötig... Derweil fotografierte Dagmar die "Kanalkarte" an der Informationswand. |
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Das Kanalsystem besteht aus vielen Kanälen, Kanälchen, Kreuzungen, Sackgassen, Schleusen und Brücken. Manche Grundstücke sind nur auf dem Wasserweg zu erreichen - auch für den Postboten und die Müllabfuhr. Motorboote sind ausschließlich für Notfälle, Förster, Bauern mit landwirtschaftlichen Geräten auf dem Weg zu Grundstücken ohne Straßenzugang erlaubt. |
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Ein Tisch zwischen den Bänken war entfernt worden, und nun ging es los! |
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Das "an Bord Gehen" war sehr viel einfacher als damals am Nil. Der Fährmann hatte einen Kollegen zu Hilfe geholt, und - schwups - war ich drin oder drauf... |
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...und in Fahrtrichtung gedreht. Ketten los! |
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Wir tauchten ein in diese einzigartige Welt aus Wasser, Licht, Sonnen- und Schattenspiel und Stille. |
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Des Kähners Nachtlied: Zum Sehen geboren, zum Schauen bestellt... |
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Dagmar wollte auch mal staken, und der Fährmann war sehr angetan von ihrem Erstlingsversuch. |
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Per Schleusen überwindet man die unterschiedlich großen Höhenunterschiede der einzelnen Kanäle. Hier sind Schleuser freiwillig tätig und erhalten nur ein Trinkgeld von den Benutzern. |
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Manche Fotos kann ich nicht kommentieren - es würde unzulänglich sein. |
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Holzkähne
müssen regelmäßig fast versenkt werden, damit sie dicht
bleiben. Im Volksmund (oder nur zur Belustigung der Tourusten?) werden sie "Feuerwehrlöschwassertransportkähne" genannt. |
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Fahrt an Lehde vorbei: dort hat sich eine kleine wendische Bevölkerung erhalten, die sehr um die Erhaltung ihrer sorbischen Sprache und Traditionen bemüht ist. |
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Diese
"Fischkästen" wurden früher ins Wasser gelassen, um den
gefangenen lebendigen Fisch bis zur Verarbeitung in der Küche
frisch zu halten, klärte uns unser Kahnführer auf. Im Volksmund hießen sie auch "Schwiegermutterkästen". Die gab es in der Ausführung "Standard", so wie hier, und "De Luxe" mit Deckel und Schloss, wie er augenzwinkernd hinzufügte. |
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Die Touristen brauchen keine Angst um ihr leibliches Wohl zu haben - die Restaurants sind teilweise schon sehr alt. |
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Wenn kein Schleuser da ist, muss man es eben selber machen, s. Gebrauchsanweisung. |
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ein seltenes Vergnügen für Kinder |
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Ein Heuschober, der um einen langen Stab herum auf ein Gestell aufgebaut ist, damit unten Luft zirkulieren kann, hat eine wasserdichte Oberfläche. |
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ein Schober der etwas kümmerlingschen Art |
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Das Licht veränderte sich, und es wurde allmählich immer kühler - ich mit Wintermantel (es hätte auch Decken gegeben) und Marlies mit Zweig-Schatten-Schnäuzer. |
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Wieder zurück aus dieser verwunschenen Welt! Die Fahrt hätte noch ewig so weitergehen können (bis natürlich auf die Kälte!). |
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Alles wieder retour! |
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Geräucherte Spezialitäten wurden überall verkauft: Am zweiten Abend gab's Aal und Rotbarsch. Aal war nicht so meine Sache, aber es wurden ja wohl auch noch andere Fische geräuchert. Fisch muss schwimmen! Unserere schwammen in Glühwein, den zumindest ich nach der feuchten Kälte auch nötig hatte.
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Gab es nicht auch im Norwegen-Tagebuch ein ähnliches
Bild?
Wenn ja, woran liegt das bloß??? ( D.) |